Reisetipps Ruanda
Alles Wichtige kompakt für Ihre Reise nach Ruanda
Ruanda, auch als das „Land der tausend Hügel“ bekannt, begeistert mit einer faszinierenden Tierwelt, abwechslungsreichen Landschaften und herzlicher Gastfreundschaft. Besonders die Begegnungen mit den seltenen Berggorillas und Schimpansen zählen zu den eindrucksvollsten Erlebnissen einer Reise. Die Vulkanlandschaft der Virunga-Berge, dichte Regenwälder, zahlreiche Seen und weite Savannen machen das kleine ostafrikanische Land zu einem außergewöhnlich vielfältigen Reiseziel.
Auch die Geschichte Ruandas ist bewegend: Nach der deutschen und belgischen Kolonialzeit erlangte das Land 1962 seine Unabhängigkeit. Der Völkermord von 1994 prägt die jüngere Geschichte des Landes bis heute. Seither hat sich Ruanda stark entwickelt und präsentiert sich Besuchern heute als modernes und aufstrebendes Reiseland. Kigali ist die Hauptstadt und für die meisten Reisenden der Ausgangspunkt ihrer Rundreise.
Damit Sie bestens vorbereitet sind, haben wir die wichtigsten Informationen und Reisetipps für Ruanda kompakt für Sie zusammengestellt. Ausführlichere Informationen finden Sie in unseren weiterführenden Beiträgen.
Bei einer Buchung über Let’s Go Africa erhalten Sie außerdem ein Dokument mit allem Wissenswerten für Ihre Reise.
Hier eine Übersicht über die Themenbereiche
- Einreise
- Plastikverbot
- Geld & Geldwechsel
- Internet, Telefon & Strom
- Essen & Trinken
- Filmen & Fotografieren
- Gesundheit & Impfungen
- Klima & Reisezeit
- Kleidung & Packliste
- Sicherheit
- Souvenirs
- Sprache
- Trinkgelder
- Trinkwasser
- Zeitverschiebung
Einreise
Für Ruanda benötigen österreichische, deutsche und schweizerische Staatsbürger ein Visum. Dieses kann bei der Einreise als 30-Tage-Touristenvisum (Visa on Arrival) oder vorab online beantragt werden. Weiters brauchen Sie einen Reisepass, der noch mindestens 6 Monate gültig ist und mindestens zwei freie Seiten enthält. Für Kombireisen mit Uganda und/oder Kenia empfiehlt sich das East Africa Tourist Visa, das zur mehrfachen Einreise in alle drei Länder berechtigt.
Bitte informieren Sie sich vor einer Reise über die Visa Bestimmungen, da diese sich von Zeit zu Zeit ändern können.
Beantragung über: https://irembo.gov.rw/ (unter dem Punkt "Immigration and Emigration")
Plastikverbot
Ruanda gilt als Vorreiter beim Umweltschutz und hat die Einfuhr und Verwendung vieler Einweg-Plastiktüten weitgehend verboten. Auch Reisende sollten darauf achten, keine Plastiktüten mit ins Land zu bringen, da diese bei der Einreise kontrolliert und gegebenenfalls einbehalten werden können. Stattdessen empfiehlt es sich, auf wiederverwendbare Taschen und Verpackungen zurückzugreifen.
Mehr zum Plastikverbot in afrikanischen Ländern:
Plastikverbot in afrikanischen Ländern
Geld & Geldwechsel
Die offizielle Währung Ruandas ist der Ruanda-Franc (RWF). Für alltägliche Ausgaben ist die Landeswährung die beste Wahl. US-Dollar werden insbesondere in Safari Unterkünften und anderen touristischen Leistungen häufig akzeptiert. Euro werden hingegen kaum als Zahlungsmittel angenommen und eignen sich vor allem zum Wechseln.
Unsere Empfehlung: Nehmen Sie Euro und US-Dollar in bar mit. Wechseln Sie am Flughafen nur einen kleinen Betrag für eventuelle ersten Ausgaben, da die Wechselkurse dort häufig ungünstiger sind. Weitere Beträge können Sie in größeren Städten bei Banken oder offiziellen Wechselstuben zu meist besseren Konditionen wechseln. Fragen Sie am besten Ihren Safari-Guide nach einer seriösen Wechselstube. Für Zahlungen und Trinkgelder in US-Dollar sind kleine Scheine empfehlenswert, da Wechselgeld nicht immer verfügbar ist. Trinkgelder können selbstverständlich auch in Ruanda-Franc gegeben werden.
Kredit- und Debitkarten werden vor allem in größeren Hotels, Lodges und Restaurants akzeptiert. In abgelegenen Safari-Gebieten sind Kartenzahlungen und Geldautomaten jedoch nicht immer verfügbar. Ebenfalls gilt zu beachten, dass bei Kartennutzung Gebühren anfallen und die Karten freigeschalten werden muss. Daher sollten Sie stets ausreichend Bargeld mitführen.
Internet, Telefon & Strom
In den Unterkünften gibt es teilweise WLAN, die Verbindung ist jedoch besonders in abgelegenen Safari-Gebieten oft langsam oder nur zu bestimmten Zeiten verfügbar. Für wichtige Kommunikation empfiehlt sich eine SIM-Karte oder eSIM. In Ruanda gibt es 230 Volt / 50 Hz. Verwendet werden vor allem Steckdosen Typ C und J. Da nicht jede Unterkunft über europäische Steckdosen verfügt, empfehlen wir, einen Reiseadapter mitzunehmen - in manchen Unterkünften kann ein Adapter gegen Gebühr auch ausgebort werden. Eine Powerbank ist für Safaris ebenfalls sinnvoll, da Strom nicht immer durchgehend verfügbar sein kann.
Essen & Trinken
Die Küche Ruandas ist einfach, frisch und vielfältig. Typische Zutaten sind Bohnen, Getreide, Kochbananen, Cassava (Maniok), Kartoffeln, Reis sowie Fleisch und Fisch. In Hotels und touristischen Restaurants wird zusätzlich internationale Küche angeboten.
Eine beliebte lokale Spezialität sind Brochettes, gegrillte Fleischspieße, häufig aus Ziegenfleisch, die man vor allem in Bars und Restaurants findet. Zur Mittagszeit wird in Städten häufig eine „Melange“ angeboten – ein Buffet mit verschiedenen Beilagen wie Kartoffeln, Bananen, Bohnen, Cassava und Reis sowie etwas Fleisch. Ruanda ist für seinen hochwertigen Kaffee und Tee bekannt. Als Trinkwasser empfiehlt sich für Reisende abgefülltes Wasser. Auf Safari sollte man ausreichend Trinkwasser mitführen. In den Lodges und Hotels stehen in der Regel sowohl lokale als auch internationale Getränke zur Verfügung.
Filmen & Fotografieren
Ruanda bietet besonders auf Safari tolle Möglichkeiten zum Fotografieren und Filmen. Nehmen Sie ausreichend Speicherkarten, Akkus und eine Powerbank mit. Beim Fotografieren von Menschen sollte immer vorher um Erlaubnis gefragt werden. Auf Safari gilt es, ausreichend Abstand zu den Tieren zu halten und den Anweisungen des Guides zu folgen. Blitzlicht sollte bei Tieren vermieden werden.
Wichtig: Militäranlagen, Regierungsgebäude, Grenzübergänge und andere sicherheitsrelevante Einrichtungen dürfen nicht fotografiert werden. Im Zweifel fragen Sie Ihren Guide.
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Drohnen in Afrika
Gesundheit & Impfungen
Für die direkte Einreise nach Ruanda aus Europa sind derzeit keine Pflichtimpfungen vorgeschrieben. Bei Einreise aus einem Gelbfiebergebiet kann jedoch ein entsprechender Impfnachweis erforderlich sein. Wir empfehlen, den Standardimpfschutz rechtzeitig vor der Reise überprüfen zu lassen und sich etwa 4–6 Wochen vor Abreise reisemedizinisch oder tropenmedizinisch beraten zu lassen.
In Ruanda besteht zudem ein Malariarisiko. Konsequenter Mückenschutz ist daher wichtig; eine mögliche Malariaprophylaxe sollte individuell mit einem Arzt besprochen werden.
Die medizinische Versorgung ist vor allem außerhalb von Kigali eingeschränkt und nicht mit europäischen Standards vergleichbar.
Eine Auslandskrankenversicherung mit Rückholschutz sowie eine gut ausgestattete Reiseapotheke sind daher empfehlenswert.
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Klima & Reisezeit
Durch die Nähe zum Äquator könnte man ein heißes Klima erwarten. Aufgrund der Höhenlage herrscht in Ruanda jedoch ein angenehm mildes und feuchtes Klima. Die Temperaturen sind über das Jahr relativ ausgeglichen und liegen tagsüber meist um 20 °C, können in höheren Regionen aber deutlich niedriger sein.
Ruanda kann ganzjährig bereist werden. Die trockeneren Monate von Juni bis September sowie Dezember bis Februar eignen sich besonders gut für Safaris. In den Regenzeiten ist die Landschaft besonders grün und üppig.
Ruanda verfügt über mehrere Seen, allerdings sind nicht alle zum Baden geeignet. Viele Hotels und Lodges bieten daher Swimmingpools an. Beim Baden in Seen sollte man sich immer bei der Unterkunft oder dem Guide informieren, ob die jeweilige Badestelle geeignet ist.
Kleidung & Packliste
Für Ruanda empfehlen wir leichte, atmungsaktive und gut waschbare Kleidung. Für Safaris eignen sich besonders unauffällige, natürliche Farben. Camouflage- bzw. Militärmuster sollten vermieden werden. Aufgrund der Höhenlage können vor allem die Morgen- und Abendstunden kühl sein – ein Pullover oder eine leichte Jacke sollte daher nicht fehlen. Auch ein Regenschutz gehört ins Gepäck.
Für Gorilla- und Schimpansen-Trekkings sind feste, möglichst wasserabweisende Wanderschuhe, lange Hosen und eine Regenjacke oder ein Regenponcho besonders wichtig. Empfehlenswert sind außerdem bequeme Schuhe zum Wechseln sowie ein wasserdichter Schutz für Rucksack und Kameraausrüstung.
Sicherheit
Ruanda gilt grundsätzlich als vergleichsweise sicheres Reiseland. Auf Rundreisen und Safaris sind Sie meist in Begleitung von erfahrenen Guides, Fahrern oder Rangern unterwegs. In Nationalparks und bei Trekkingtouren sollten Sie stets deren Anweisungen folgen und sich nicht allein in den Busch begeben – Wildtiere können sich auch in der Nähe von Lodges und Camps aufhalten. Wertsachen und größere Bargeldbeträge sollten sicher im Hotelsafe verwahrt werden. Vermeiden Sie einsame Straßen und unnötige Wege zu Fuß bei Dunkelheit. Besondere Vorsicht gilt derzeit in den Grenzregionen zur Demokratischen Republik Kongo; von nicht notwendigen Reisen dorthin wird aktuell abgeraten.
Über die aktuelle Lage informieren Sie sich auf den Seiten des Auswärtigen Amtes oder des Außenministeriums.
Souvenirs
Beliebte Souvenirs aus Ruanda sind handgeflochtene Körbe, Holzschnitzereien, Schmuck, Textilien und Kunsthandwerk. Auch ruandischer Kaffee und Tee eignen sich hervorragend als Mitbringsel. Besonders schön sind Produkte aus lokalen Kooperativen und kleinen Handwerksbetrieben, da Sie damit die Bevölkerung vor Ort direkt unterstützen.
Achten Sie beim Kauf darauf, keine Souvenirs aus geschützten Tier- oder Pflanzenarten mitzunehmen, und informieren Sie sich bei Unsicherheit über die geltenden Ausfuhr- und Zollbestimmungen.
Sprache
Die offiziellen Sprachen Ruandas sind Kinyarwanda, Französisch und Englisch und Suaheli. Kinyarwanda ist die wichtigste Landessprache und wird von nahezu der gesamten Bevölkerung gesprochen.
Trinkgelder
Trinkgeld ist in Ruanda freiwillig und eine schöne Anerkennung für guten Service. Besonders Guides, Fahrer, Ranger, Tracker, Porter und Lodge-Mitarbeitende freuen sich darüber. Bei Gorilla- und Schimpansen-Trekkings ist es üblich, Guides, Ranger und Porter separat zu berücksichtigen. Viele Unterkünfte verfügen außerdem über eine Tip-Box, deren Inhalt unter den Mitarbeitenden aufgeteilt wird.
Trinkgeld kann in Ruanda-Franc (RWF) oder US-Dollar gegeben werden; für kleinere Beträge und in abgelegenen Regionen ist die Landeswährung besonders praktisch.
Trinkwasser
Das Leitungswasser in den Hotels und Lodges sollte nicht zum Trinken und Zähneputzen verwendet werden. Die meisten Unterkünfte bieten gefiltertes und abgekochtes Wasser in Kannen bzw. Flaschen in ihren Zimmern an, welches man trinken kann. Wo dies nicht der Fall ist, kann man Mineralwasser in Flaschen kaufen. Bei den meisten Safaris werden abgefüllte Plastikflaschen angeboten.
Zeitverschiebung
Ruanda liegt in der Central Africa Time (CAT, UTC+2) und stellt die Uhren nicht auf Sommerzeit um. Gegenüber Deutschland, Österreich und der Schweiz beträgt der Zeitunterschied daher +1 Stunde im Winter. Während der europäischen Sommerzeit besteht kein Zeitunterschied.
Hinweis: Einreise-, Gesundheits- und Sicherheitsbestimmungen können sich kurzfristig ändern. Prüfen Sie vor Reiseantritt immer die aktuellen Informationen der zuständigen Behörden.

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